Patrick Buchholz – mit der Lizenz zum Löten

Samstag, 27 Januar 2018 17:18 geschrieben von 
AUSBILDER BERND THIES (L.) UND SEIN EHEMALIGER AUSZUBILDENDER PATRICK BUCHHOLZ. AUSBILDER BERND THIES (L.) UND SEIN EHEMALIGER AUSZUBILDENDER PATRICK BUCHHOLZ. MESSERSCHMIDT


Innungsbester und zweiter Landessieger lernte bei Bernd Thies in Fleckeby

Bernd Thies, Chef der Firma Roggensack in Fleckeby, hat allen Grund, stolz zu sein auf seinen ehemaligen Auszubildenden Patrick Buchholz. Der 24 Jahre alte Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik schloss nicht nur seine Gesellenprüfung als Innungsbester ab, mit der Gesamtnote „Zwei“ wurde er in seinem Beruf auch Zweiter auf Landesebene. Heute wird Patrick Buchholz auf der Freisprechung des neues Jahrgangs von der Innung für seine Leistung ausgezeichnet. Gute Auszubildende sind für Bernd Thies, den stellvertretenden Obermeister der Innung, keine Seltenheit, Schon mehrere Mal schloss einer seiner Nachwuchsleute nach dreieinhalb Jahren als Innungsbester die Ausbildung ab. Er ist voll des Lobes über den jungen Mann. „Patrick ist sehr interessiert und arbeitete schnell selbstständig“, berichtet Thies. Ihn habe man auch guten Gewissens alleine zum Kunden schicken können, das ginge längst nicht mit jedem Auszubildenden. Keine Frage, Patrick Buchholz profitiert von seinem Elternhaus. Sein Vater Klaus Buchholz ist Lehrlingswart der Innung und selbst Inhaber eines Betriebes in Schleswig. Dass er seinen eigenen Sohn im vergangenen Jahr auf der Feier in Güby freisprechen durfte, das hatte ihn damals sehr stolz gemacht.

Seine Ausbildung im elterlichen Betrieb zu absolvieren, das kam für Patrick Buchholz nicht in Frage. Die Firma Roggensack genieße einen guten Ruf, das wusste er. „Außerdem lernt man hier noch das Löten“, betont Buchholz. Um Rohre miteinander zu verbinden, würden viele Betriebe lieber auf die Technik des Pressens oder Quetschens zurückgreifen. Das Löten sei vor allem die optisch schönere Lösung, findet jedoch Thies und das sei auch der Wunsch vieler Kunden. Und schließlich werde auch in der Gesellenprüfung das Löten verlangt.

„Hart, aber gerecht“, sei Bernd Thies in der Ausbildung gewesen, sagt der 24-Jährige, der nach seiner Prüfung wieder bei seinem Vater im Betrieb arbeitet. Aber auch an die gute schulische Ausbildung bei Lars Wichmann denkt er gerne zurück.

Die Vielfalt in dem Beruf brächte Abwechslung und machten ihn so interessant. Gas, Strom, Pellets, Wärmepumpen, Solartechnik, Lüftungstechnik, da komme keine Langeweile auf, so der Schleswiger. Und außerdem: Jeder will es warm haben, will, dass seine Heizung läuft“, sagt Buchholz. Das Handwerk habe also Zukunft. Da ist sich auch Thies sicher, und dennoch schlage der Fachkräftemangel im Handwerk schon voll durch. „Viele junge Leute wollen lieber an die Uni und studieren“, sagt Thies. Man sei auf dem besten Wege dahin, dass viele ein Haus planen können, aber niemand es bauen könne.

Patrick Buchholz kommt durch seinen zweiten Platz im Land in den Genuss eines Förderprogramms, das es ihm ermöglicht, seine Meisterprüfung zu finanzieren. „Das soll Mitte des Jahres losgehen“, sagt er.

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 26.01.2018,Achim Messerschmidt

Letzte Änderung am Freitag, 26 Januar 2018 07:21
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