Mittwoch, 12 Dezember 2018 21:39 geschrieben von 

Die Welt wird digital, doch Schüler und Lehrer merken es noch kaum.Es mangelt den Schulen an der Ausstattung, vor allem aber fehlt ein ordentliches Konzept für den Unterricht. Das soll sich ändern. Die Grundschule Fleckeby gehört in Schleswig-Holstein zu drei Referenzschulen, die nach einem Konzept des Instituts für Qualitätsmanagement Schleswig-Holstein (IQSH), digitale Medien im Unterricht optimal einsetzen sollen. Die beiden anderen Schulen sind die Grundschulen Hartenholm und Neuengörs.

Dafür wurden die gut 130 Schüler und elf Lehrkräfte aus Fleckeby vom IQSH und dem Schulverband entsprechend digital ausgestattet. Der Schulverband sorgte in den Wochen zuvor mit der Netzwerkverkabelung dafür, dass die Voraussetzungen für ein digitales Klassenzimmer geschaffen werden. Und das musste alles fix gehen, „denn Bedingung für die Förderung war, dass alles noch in diesem Jahr umgesetzt wird“, so Schulleiterin Regina Jansen und man habe sich erst kurz vor Fristende für das Förderprogramm beworben. „Wir erfuhren erst nach den Sommerferien, dass unsere Schule dabei ist, ergänzt Schulverbandsvorsteher Peter Thordsen. Doch die Handwerker spielten mit und Mitte November waren die Arbeiten am Gebäude rechtzeitig fertig.

Der Schulverband selbst investierte knapp 32 000 Euro für sieben Leinwände und die Verkabelung. Weitere 54 000 Euro kamen vom Land. Dafür wurden unter anderem acht Beamer, acht Dokumentenkameras, zwölf Tablets für das Kollegium, 44 Headsets und 44 Notebooks sowie Software für die Klassenzimmer angeschafft. Die Lehrer können je nach Bedarf die Notebooks mit dem eigens dafür konzipierten Rollwagen in die Klassenzimmer bringen und verteilen. Per schulinternem WLan lassen sich die Notebooks mit den Beamern verbinden.

Jede Klasse ist somit mit Leinwand, Beamer und Dokumentenkamera ausgestattet. Über diese lassen sich Arbeitsbögen an die Leinwand projezieren, aber auch naturwissenschaftliche Versuche können darüber auch in der letzten Reihe verfolgt werden. „Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig“, sagt Lehrerin Frauke Ulfig. Sie ist verantwortlich für die Umsetzung des digitalen Konzeptes und steht in regelmäßigem Kontakt mit den anderen beiden Referenzschulen. Der Spaß am Unterricht nehme zu, diese Rückmeldung hätte es schon von den Schülern gegeben.

In der Grundschule sollten die Kinder eine solide Wissensbasis erhalten, vor allem in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen. Dazu gehört heute aber auch ein kompetenter und reflektierter Umgang der Schüler mit digitalen Medien.

Zudem sollen andere Schulen hospitieren können: „Abgucken ist in diesem Fall ausdrücklich erwünscht“, teilte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) mit. Es gehe um das Testen der Musterlösung und darum, dass sich andere Schulen und Schulträger diese Lösung im Live-Betrieb ansehen können.

 

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 12.12.2018, Achim Messerschmidt

Letzte Änderung am Mittwoch, 12 Dezember 2018 07:43
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