Dienstag, 06 November 2018 21:14 geschrieben von 

Mit einer Investition in Millionenhöhe will die Gemeinde Fleckeby die ärztliche Versorgung im Ort sicherstellen. So sollen noch in diesem Jahr mit den umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten des ehemaligen Amtsgebäudes begonnen werden. Ein großer Container steht schon vor dem Gebäude im Schmiederedder, die Entrümpelung ist schon in vollem Gange. „Die Ausschreibung für die Gewerke läuft“, berichtet Bürgermeister Rainer Röhl, „Mitte November liegen die Ergebnisse vor“, ergänzt Eckhard Schmidt vom Architektenbüro Schmidt und Bremer aus Eckernförde. Anfang Dezember könne die Gemeinde dann die Aufträge vergeben, dann könne es auch schon mit den ersten Abbrucharbeiten losgehen. Fertigstellung des neues Gesundheitshauses soll dann im Spätsommer 2019 sein.

„Das Gebäude wird nicht wiederzuerkennen sein“, sagt Architekt Schmidt. Es erhält eine Glasfassade, ein neues Dach und wird energetisch auf dem neuesten Stand sein. Die Außenanlagen werden neu angelegt, geplant ist auch eine Terrasse, die als Wartebereich für Patienten dienen kann. Beide Stockwerke werden über einen Aufzug verbunden.

Doch das Gebäude mit Leben zu füllen erweist sich für die Gemeinde als eine große Herausforderung. Fest steht bislang nur, dass Allgemeinmediziner Dr. Ole Flach im ersten Stock des Gesundheitshauses seine Praxis eröffnen wird. Weitere unterschriftsreife Verträge liegen Bürgermeister Röhl noch nicht vor. „Wir führen Gespräche“, betont er, unter anderem mit einer Physiotherapie. Sowohl im Obergeschoss als auch im Erdgeschoss sind also noch Räume für Mediziner und Therapeuten frei. Allein oben sind noch gut 100 Quadratmeter frei. Interessenten könnten sich gerne beim Bürgermeister melden.

Einen neuen Gruppenraum sowie neue Sanitäranlagen bekommt der Kindergarten „Rosenrot“, der sich rechts an das Gebäude anschließt. Während der Bauphase ist die Gruppe mit den jüngsten Kindern in die Sozialstation gezogen.

Die Hoffnung, in dem Gesundheitshaus auch den Vereinen aus dem Ort Platz zu geben, hat sich allerdings zerschlagen. „Das würde nicht den Förderrichtlinien entsprechen“, sagt Röhl. Denn vom Land bekommt die Gemeinde einen Zuschuss von knapp 500 000 Euro. Insgesamt kostet der Umbau etwa 1,5 Millionen Euro. „Wir sind verpflichtet, dass das Gebäude ausschließlich dem Gesundheitswesen gewidmet ist“, so Röhl , ansonsten würde die Gemeinde die Förderung aufs Spiel setzen. Welche Berufsgruppe und Branchen darunter fallen, müsse geprüft werden.

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 03.11.2018, Achim Messerschmidt

Letzte Änderung am Dienstag, 06 November 2018 09:18
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