Dienstag, 06 November 2018 20:11 geschrieben von 

Von einem Zusammenschluss ist zwar noch nicht direkt die Rede, doch längst stehen beide Gilden, die Fleckebyer Schützen- und Totengilde von 1758 und die Göthebyer-Holmer Totengilde von 1774, dicht beieinander. Vor zwei Jahren haben beide Traditionsvereine auf dem Parkplatz des Sportheimes einen Blutahorn gepflanzt – als Symbol der Verbundenheit. Jetzt rückten die Gilden erneut zusammen. Direkt unter dem Ahorn wurde ein Gedenkstein platziert mit der Inschrift: „Disse Bloodahorn plant an 5.11.2016 vun de Göper u. Fleckbyer Gill.“ Geschliffen und beschriftet hat den Stein Wilfred Hewel - nicht der erste Stein, den der Bildhauer für die Gemeinde bearbeitet hat.

„Ich hoffe, dass auch die nächsten Generationen die Tradition der Gilden fortsetzen“, sagte Friedrich Nissen, der 17 Jahre Ältermann der Fleckebyer Gilde gewesen ist und den Vorsitz in diesem Sommer an Hans-Erich Timme übergeben hat. Der Stein stehe auf einem festen Fundament, so auch die Gilden, sagte Nissen weiter. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Das Fundament für den Gildestein haben Hans-Jürgen Bartelsen und Gerd Ohorn gestaltet, denen die Gildevorstände dankten.

Ein weiterer Stein zum Zusammenschluss? So weit wie die Kindergilden, die mittlerweile geschlossen auftreten, ist man noch nicht, aber die Ausrichtung eines gemeinsames Gildefestes sei durchaus denkbar und wohl auch erforderlich. „Unsere Gaststätte, das „Kiek In“, schließt zum Jahresende, auch die Zukunft der Gaststätte Hammerich, wo bislang die Fleckebyer Gilde feiert, ist auf lange Sicht unklar“, erläutert Bürgermeister Rainer Röhl. Denkbar wäre, die Tennishalle zu nutzen, wenn beide Gilden anpackten, wäre das möglich. Jede Gilde absolviert ihr Schießen, gefeiert wird gemeinsam. „Wir werden bald Gespräche führen, versicherte der Gemeindechef.

Überlebt hat sich die Tradition der Gilden zumindest in Fleckeby nicht. Das werde auf den Festen deutlich. „Über 100 Gäste waren es“, sagt Hans-Erich Timme.

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 06.11.2018, Achim Messerschmidt

Letzte Änderung am Dienstag, 06 November 2018 09:18
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