Freitag, 02 November 2018 13:43 geschrieben von 

Einlass ab 19.00 Uhr, Beginn 19.30 Uhr
Gobelinzimmer, Schloß Louisenlund
Di., 20.11., 19.30 Uhr

Kurzprosa und Gedichte von Wolfgang Borchert (1921-1947)
Gebeutelt von schweren Verletzungen und Infektionen während des Rußlandfeldzuges wußte Wolfgang Borchert sehr wohl, dass ihm nicht viel Zeit blieb, und was ihm an spärlicher Zeit blieb, das investierte er in Theaterstücke, Gedichte und kurze Erzählungen, in lyrische Schilderungen einer verwüsteten Heimat, verwüsteter Städte und ebenso verwüsteter Menschen. Eindrücklich gelingt es Borchert, in seinen wortakrobatisch - kargen Texten die Stimmung seiner Zeit zu bannen. „Borcherts Schrei galt den Toten, sein Zorn den Überlebenden“, so formulierte es Heinrich Böll über ein Gesamtwerk, das in einem schmalen Band Platz findet und schmerzlich erahnen lässt, was noch hätte folgen können. Doch der Krieg ist ein erbarmungsloser Schnitter, und auch wenn Wolfgang Borchert seinen unmittelbaren Wirren entkam, fiel er ihm letztlich doch zum Opfer.
Mit dieser Lesung leiht Nils Aulike einem der großen Autoren des in Trümmern liegenden Deutschlands seine Stimme.
Eintritt gegen Hutspende (5-7 Euro erbeten)
Nils Aulike ist Vorleser und Kulturarbeiter.


WEITERE TERMINE 2018

Dienstag, 18.12.18
„Bergkristall – Der heilige Abend “ (1845) von Adalbert Stifter (1805-1868)

Letzte Änderung am Freitag, 02 November 2018 08:49
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