Amtsgebäude wird zum Gesundheitshaus

Montag, 18 Dezember 2017 20:13 geschrieben von 
DAS ALTE AMTSGEBÄUDE SOLL SANIERT UND ZU EINEM GESUNDHEITSHAUS UMGEBAUT WERDEN. DAS ALTE AMTSGEBÄUDE SOLL SANIERT UND ZU EINEM GESUNDHEITSHAUS UMGEBAUT WERDEN. AME

 


Das ehemalige Amtsgebäude im Schmiederedder in Fleckeby wird saniert und zu einem Gesundheitszentrum umgebaut.

Die Gemeindevertretung hat auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend im „Kiek In“ über die vorliegenden Konzepte der Planungsbüros beraten und sich einstimmig für diesen Schritt entschieden. Einen Teil- oder Komplettabriss des Gebäudes wird es nicht geben. So beabsichtigt Allgemeinmediziner Dr. Ole Flach, der im Februar die Nachfolge von Dr. Hans-Erich Timme antritt, den Einzug in das neue Haus. Außerdem sollen weitere Praxisräume an Therapeuten vermietet werden. Die Arztpraxis im Obergeschoss würde rund 170 Quadratmeter einnehmen, die weitere Fläche beträgt insgesamt etwa 900 Quadratmeter.

Grundlage für den Beschluss ist eine Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung des Gebäudes, die der Gemeinde jetzt vorliegt. Seitens der Aktiv-Region Schlei-Ostsee wird die rund 24 000 Euro teure Studie mit knapp 11 000 Euro bezuschusst.

Architekt Kai Bremer erläuterte auf der Sitzung, dass eine energetische Sanierung samt Umbauten und Baunebenkosten rund 895 000 Euro kosten würde, ein Abriss mit anschließendem Neubau von Gesundheitshaus und Kindergarten etwa 2,6 Millionen Euro. Bremer lobte die Architektur des Gebäudes, das Anfang der 70er Jahre erbaut wurde und überhaupt nicht typisch für den damaligen Baustil sei. Gravierende Bauschäden im Inneren gebe es nicht, betonte der Fachmann. Ziel einer Sanierung sei es, die Energiekosten zu senken. So würde das Dach gedämmt und vor allem die Fenster erneuert werden, erläuterte Energietechniker Sören Vollert, der betonte, dass das Einsparpotenzial hoch sei. Realistisch sei eine Reduzierung der Energiekosten um gut die Hälfte. Eine Dämmung des Bodens zum Erdreich hin würde sich mit Zuschüssen finanzieren lassen. „Das Gebäude hätte dann Effizienzhaus-Standard 100 erreicht“, so Vollert. Bei einem Umbau würde das Haus einen Fahrstuhl und ein Behinderten-WC erhalten.

Planerin Eva Müller-Meernach aus Westensee stellte die finanziellen Auswirkungen und die Wirtschaftlichkeit des Projektes für die Gemeinde vor. Sie wies auf die Investitionen auf der einen und auf die Mieteinnahmen auf der anderen Seite hin, letztlich empfahl auch sie der Gemeinde, sich für eine Sanierung zu entscheiden.

Bürgermeisterin Ursula Schwarzer wird noch Gespräche mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume führen, um etwaige Zuschüsse einzuwerben, bevor dann die Ausschreibung auf den Weg gebracht wird.

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 16.12.2017, ame

Letzte Änderung am Montag, 18 Dezember 2017 12:19
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