Künstlerische Vielfalt ganz kompakt

Dienstag, 06 März 2018 19:19 geschrieben von 
DIE KÜNSTLER DER KUNSTINITIATIVE FLECKEBY (V.L.): MARTIN KRAY, MERLE WITTCHOW, JULIA SCHAMBACH UND OLE MEYER MIT CLAUDIA CLAUSSEN, BESITZERIN DES „ONE WAY“ UND IHREM PARTNER MICHAEL SÖRENSEN (DAHINTER) DIE KÜNSTLER DER KUNSTINITIATIVE FLECKEBY (V.L.): MARTIN KRAY, MERLE WITTCHOW, JULIA SCHAMBACH UND OLE MEYER MIT CLAUDIA CLAUSSEN, BESITZERIN DES „ONE WAY“ UND IHREM PARTNER MICHAEL SÖRENSEN (DAHINTER) MEDING


Erste Vernissage der Fleckebyer Kunstinitiative im „One Way“ / Ausstellung bis 10. März geöffnet

Von Monotypie über haptische Kunst bis zu außergewöhnlichen Malereien und Skulpturen können die Besucher in der ersten Ausstellung der Kunstinitiative Fleckeby viel erleben. Rund 70 Kunstliebhaber, Sammler und Freunde der jungen Initiative kamen am Sonntag in die Räumlichkeiten des Salons „One Way“ zur Vernissage.

Organisatorin Merle Wittchow freute sich über den großen Zuspruch, nachdem sie viele Hürden überwinden musste. Menschen zu überzeugen, mitzumachen, war schwer. Renommierte Künstler lehnten die Teilnahme ab. Daher gilt ihr besonderer Dank einer kleinen Gruppe von Engagierten. Vor allem Claudia Claußen habe mit ihrem Einsatz auch neben der Leitung ihres Salons die Ausstellung erst ermöglicht, betonte Wittchow. „Was als Idee begann, hat inzwischen eine Dynamik entwickelt“, so Claußens Partner Michael Sörensen in der Eröffnungsrede. Mittlerweile kämen aus ganz Deutschland Anfragen von Künstlern, Bildhauern, sogar von Musikern, die gern in Fleckeby dabei sein wollen. Die privaten Wohnzimmer seien angefüllt mit beeindruckenden Bildern, die aus Platzgründen nicht alle gezeigt werden können. Es seien Menschen, die zu Hause in ihrer Freizeit die wundervollsten Werke schaffen, die viel zu selten von der Öffentlichkeit gesehen werden. Angehende Künstler hätten es schwer, sich zu etablieren.

Orte wie das „One Way“ böten an, die Hemmschwelle bei Bürgern zu senken und lüden ein, sich mehr und ganz gezielt Kunst anzuschauen. „Ich denke, so toll wie die Bilder die Wände schmücken, werden meine Kunden auch gern eine Weile länger bleiben und auch nach dem Haarschnitt die Kunst bestaunen“, freut sich Claußen.

Nachwuchskünstler Julia Schambach und Ole Meyer freuen sich über die Möglichkeit, ihre Bilder zu zeigen. Die 23-jährige Fotografin Julia Schambach wohnt seit einem Jahr in Eckernförde. Gebürtig kommt sie aus Nordrhein-Westfalen. Sie zeigt Hunde und Pferde in Landschaften von romantisch bis dramatisch. Dabei arbeitet sie gerne mit Privatpersonen und freut sich über weitere Aufgaben. Aber sie arbeitet auch mit „echten Profis“. Darunter sind Fotografien eines Filmpferdes aus Kiel, das Schambach gemeinsam mit seiner Trainerin und Showreiterin aufgenommen hat. „Mir gefällt besonders die schöne und vielfältige Landschaft. Der Strand und die Wälder – zu Nordrhein-Westfalen ist das schon ein Unterschied.“

Der gleichaltrige Maler Ole Meyer aus Fleckeby hat das Malen in seiner Kindheit im Osterbyer Insel-Atelier gelernt. Seine Kreuzkirche zierte als großformatiger Druck die Ortseingänge zum 50. Geburtstag der Kirche. Er freut sich über weitere Ausstellungen und auch über den Zuspruch, den er hier über diese Ausstellung bekommen hat. Zuerst verschenkte er Bilder an Freunde und Verwandte und bekam positive Rückmeldung, aber hier auch von fremden Menschen neben Künstlern wie Rolant de Beer anerkannt zu werden, sei schon toll. „Mir macht die Erfahrung hier Mut, und die neuen Eindrücke inspirieren mich, weiter zu malen“, ist sich Ole Meyer sicher.

Lilijana Schünzel Botezau aus Rumänien hatte 2017 ihre erste Einzelausstellung. Sie zeigt detailreiche naturalistische Landschaften und Häfen in Rumänien und Deutschland. Schünzel Botezau fing mit drei Jahren an zu malen. Mit 19 Jahren hatte sie andere Prioritäten und kam 2008 nach Kiel.

Martin Kray stellt haptische Bilder und Recycling-Kunst her. Er kombiniert Materialien und Farbe und stellt Strukturen der Natur her. Kray malt seit drei Jahren und probiert sich noch aus. Es sei eine spannende Reise zu dem, was es am Ende wird.

Weitere Werke von Rolant de Beer, Heidemarie Utecht, Johann Rasmus Wittchow, Jutta Wolf, Merle Wittchow und Katelijn Klaes sind noch bis Sonnabend, 10. März, zu den Öffnungszeiten des „One Way“ zu besichtigen. Anschließend wird die Dauerausstellung fortgesetzt mit Werken wechselnder Künstler.

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 06.03.2018, Ann-Kathrin Meding

Letzte Änderung am Dienstag, 06 März 2018 07:23
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