Vorhang auf für die kleinen Artisten

Montag, 17 Juli 2017 20:53 geschrieben von 
DIE NACHWUCHSAKROBATEN ZEIGTEN GEMEINSAM MIT ANDRÉ KÖLLNER EINE TOLLE SHOW. DIE NACHWUCHSAKROBATEN ZEIGTEN GEMEINSAM MIT ANDRÉ KÖLLNER EINE TOLLE SHOW. MESSERSCHMIDT


500 Besucher bei zwei Vorstellungen des Mitmach-Zirkus „Lari Fari“ in Fleckeby / 120 Schüler zeigen ihre Tricks und Kunststücke

Der Zirkus lebt. Den Beweis lieferten die Grundschüler aus Fleckeby an der Seite des Familienzirkus „Lari Fari“. Doch bevor den jungen Artisten und Akrobaten die Manege gehörte, hieß es erst einmal für die Zirkusleute Bänke schleppen. Jeweils 250 Besucher wollten gestern und am Mittwoch den Auftritt der Fleckebyer Grundschüler erleben. Und dafür reichte die bereitgestellte Bestuhlung einfach nicht aus.

Eine Woche lang hatte der Mitmach-Zirkus „Lari Fari“ sein Zelt auf dem Sportplatz in Fleckeby aufgebaut, um die Schüler Zirkusluft schnuppern zu lassen und mit ihnen ein buntes Showprogramm einzustudieren. Mit vielen spektakulären Auftritten begeisterten die Jungen und Mädchen zu fetziger Musik und in schillernden Kostümen in zwei Aufführungen Familien und Freunde. Den Anfang machten die Akrobaten, die mit ihrer Körperspannung und Gelenkigkeit die Zuschauer beeindruckten. Viel hatten die Schüler in den wenigen Tagen bei André Köllner, seiner Frau Marina Matz, Schwägerin Eileen und Schwiegervater Alois Maatz gelernt. Große Augen machten die Besucher dann, als einer der Nachwuchsartisten in einer Kiste verschwand, anschließend von mehreren Degen durchbohrt wurde, dann aber unversehrt wieder herauskletterte. Weiter ging es mit den Jongleuren, die Bälle und Tücher hin und her wirbelten und den Seiltänzern, die geschickt über die Schnur balancierten. Den Abschluss bildeten die Disko-Clowns, die mit ihrer Musik den Zirkusdirektor zur Verzweiflung brachten. „Eine tolle Show“, sagte nach fast zwei Stunden Schulleiterin Regina Jansen, die den Kindern den Applaus und die Anerkennung gönnte. Schon vor gut einem Jahr hatte sie den Besuch von „Lari Fari“ organisiert. Ermöglicht wurde das Projekt durch Elternbeiträge, einen Zuschuss des Schulvereins und der Schule.

„Die Kinder entscheiden selbst, welche Nummern sie machen“, sagt André Köllner. Am ersten Tag durften die 120 Mädchen und Jungen dafür alles ausprobieren. Der 32 Jahre alte André Köllner gehört mittlerweile zur siebten Generation der Zirkusfamilie. Vor zwei Jahren hat er das Geschäft von seinem Schwiegervater Alois Maatz übernommen. Das Mitmach-Programm für Kinder, das vor 25 Jahren in Flensburg startete, ist aber nur ein Teil des Zirkus. In den Ferien ist die Familie ohne Kinder unterwegs und steht selber mit ihren Darbietungen im Mittelpunkt der Manege. Köllner ist dann als Clown, Trapezkünstler und Seilartist zu sehen. Schon seit seiner Kindheit schnuppert Köllner Zirkusluft, dessen Familie auch verwandtschaftlich mit den bekannten Zirkusunternehmen Cassely, Traber und Weisheit verbunden ist.

Der Auftritt in Fleckeby war der letzte vor der Sommerpause. Doch ganz zur Ruhe kommen werden die Zirkusleute auch nicht. „Wir entwickeln neue Nummern und bringen Zelt und Material in Ordnung“, sagte Köllner. Von November bis Mitte Februar machen sie Pause, ihr Winterlager haben sie in Schleswig.

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Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 14.07.2017, Achim Messerschmidt

 

Letzte Änderung am Montag, 17 Juli 2017 12:56
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