Wassergott tauft Neumitglieder

Mittwoch, 28 Juni 2017 20:22 geschrieben von 
Nach bestandener Prüfung: Neptun (Holger Wrede) mit seinem Gefolge, (v.l.) Fee Wrede und Wiebke Asmussen sowie Anne Dechow (r.) und den Täuflingen Jan Wohler, Tina Nordt (hinten v.l.), Nadine Sorgenfrei, Astrid Wohler und Willi Schlummer (vorne v.l.) Nach bestandener Prüfung: Neptun (Holger Wrede) mit seinem Gefolge, (v.l.) Fee Wrede und Wiebke Asmussen sowie Anne Dechow (r.) und den Täuflingen Jan Wohler, Tina Nordt (hinten v.l.), Nadine Sorgenfrei, Astrid Wohler und Willi Schlummer (vorne v.l.) Britta Bünger


Brückenfest mit fünf Täuflingen beim Wassersportverein Fleckeby / Neptun hatte wieder einige unangenehme Prüfungen vorbereitet

Neptun, der römische Gott des Meeres, hatte am Sonnabend definitiv einen Pakt mit seinem Kollegen Wettergott, denn haargenau um 16 Uhr zur Eröffnung des Brückenfestes des Wassersportvereins Fleckeby und der einhergehenden Neptunstaufe fünf
neuer Vereinsmitglieder und Bootseigner riss der Himmel auf und der Regen verzog sich.

Nadine Sorgenfrei war eine der Täuflinge und vor dem Ritual leicht unruhig: „Ich hab keine Ahnung, was mich erwartet, aber ich hab mal Wechselsachen eingepackt“, sagte die Fleckebyerin, die dann noch zuhörte,
als Henning Dechow aus Wedel von seinen Erfahrungen als Täufling im vergangenen Jahr berichtete. „Das sind wirklich sehr schwere Prüfungen. Ich kann mich auch noch gut an die so genannte innere und äußere Reinigung erinnern und kann ihr nur raten zu nippen und nicht zu schlucken“, witzelte er kurz bevor Neptun und sein Gefolge
sich von der Bootshalle aus auf den Weg zum Steg machten. Im Beisein von rund 60 amüsierten Vereinsmitgliedern wurden dann die Neulinge aufgerufen und eingekleidet. Danach mussten sie ihr Fachwissen und praktisches Können unter Beweis stellen. So mussten Buglöcher mit Kaugummi gestopft und Fesseln gelöst werden. Bei der eigentlichen Taufe musste dann letztendlich alle fünf
noch Schreckliches essen und trinken. Gekostet wurden unter anderem Anchovis – gesalzene Sardellen -, oder im Wasser aufgelöste „weiße Mäuse“. Die bereits angekündigte „äußere Reinigung“ fand mit einem kräftigen Kopfguss Schleiwasser ihren Abschluss. Für die Rasur nahm Neptuns Gefolge Sahne.

Nass, aber nach jeder Menge Spaß war dann Wechselkleidung auf jeden Fall erforderlich. Das Ziel war erreicht: alle fünf wurden von der Wassersportgemeinde in Neptuns Reich aufgenommen und umgehend daran erinnert, dass es Brauch sei, zur Begrüßung ein Fass Bier zu spenden. „Die Neptunstaufe veranstalten wir schon seit ein paar Jahren, da es ein sehr unterhaltsamer und schöner Auftakt für unser Brückenfest ist, der auch jüngere Leute herlockt die wir dann gleich noch zum Jugendsegeln animieren möchten“, sagte Takelmeister Manfred Freiberg.

www.wsf-fleckeby.de

 

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 27.06.2017, Britta Bünger

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 Juni 2017 08:25
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