Plattdeutsche Sprüche sollen Hundehalter überzeugen

Dienstag, 27 Juni 2017 20:11 geschrieben von 


Patienten, die mit dem Auto ihren Hausarzt in Fleckeby aufsuchen, haben es schwer, einen Parkplatz zu finden. Im Klippenberg hatte die Gemeinde schon vor geraumer Zeit ein Parkverbot verhängt, da es größere Fahrzeuge, wie Rettungsdienst und Müllentsorgung, schwer hatten, vorbeizukommen.

Die Parkbuchten am Spielplatz im Hyklint werden außerdem von einigen Dauerparkern blockiert. Dem Antrag des Mediziners, auf diesen Flächen eine zeitliche Parkbeschränkung einzuführen, um Parkraum für seine Patienten zu gewinnen, wurde von der Gemeindevertretung noch nicht entsprochen. Stattdessen wolle Bürgermeisterin Ursula Schwarzer (SPD) ein Gespräch mit den Eigentümern der dort abgestellten Fahrzeuge führen. Sollten die Autos nicht entfernt werden, werde die Gemeinde erneut über ein befristetes Parkverbot beraten.
Dass Hunde unangeleint am Holmer Strand laufen, ist der Gemeinde Fleckeby schon seit langem ein Dorn im Auge. Da sich die Hundehalter auch durch direkte Ansprache oftmals uneinsichtig zeigten, will die Gemeinde nun mit dem Aufstellen von Schildern Frauchen und Herrchen zum Umdenken bringen. Dabei hofft die Gemeinde auf die besondere Wirkung der plattdeutschen Sprache. Die Sprüche „Lien dien Hund an, so is keen een vör em bang“ und „Vernünftig sien, klook sien, ik loop an die Lien“ sollen auf zwei Schildern zu lesen sein, die am Strand aufgestellt werden. Zusätzlich soll auf den Schildern ein angeleinter Hund abgebildet sein. Rainer Röhl (FWG) stimmte dagegen, er bezweifelte die Wirkung der Schilder und sah darin vielmehr die Verschwendung von Steuergeldern. Daraufhin sicherten SSW-, SPD und CDU-Fraktionen zu, die Kosten von insgesamt 150 Euro zu übernehmen.
Wie schon der Bauausschuss in dieser Woche, befürwortet die Gemeindevertretung die Erweiterungspläne von Michael Paasch (wir berichteten). Der Betreiber des Edeka-Marktes plant den Ausbau der Ladenfläche von derzeit 800 auf 1200 Quadratmeter und das Anlegen weiterer Parkplätze. Der dafür erforderlichen Änderung des Bebauungsplanes wurde einstimmig zugestimmt

Bürgermeisterin Ursula Schwarzer berichtete von dem zügigen Verlauf der Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau. Sollten nach den Pflasterarbeiten auf Privatgrundstücken Probleme auftreten, seien die Stadtwerke Schleswig der Ansprechpartner. Die Arbeiten sollen Ende August beendet sein. In den Sommerferien wird die Straßendecke der B 76 im Bereich Koselfeld in Richtung Eckernförde erneuert. Dafür wird die Bundesstraße gesperrt. Die Gemeinde erwägt, den Waldweg „Buttermoor“ zwischen Möhlhorster Weg und Kochendorf für den Verkehr während der Baumaßnahme zu sperren, um weiteren Schäden vorzubeugen.

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 24.06.2017, Achim Messerschmidt

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 Juni 2017 08:14
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