Fleckeby: Baupotenzial nur in Götheby

Montag, 10 April 2017 16:28 geschrieben von 

Eine weitere bauliche Entwicklung Fleckebys lässt sich nur im Ortsteil Götheby realisieren, so das Ergebnis der jüngsten Gespräche mit den zuständigen Landesbehörden, über das der Vorsitzende des Bauausschusses, Reinhold Maybauer (SPD), am Donnerstagabend sein Gremium und die Zuhörer im „Kiek In“ informierte.

Zuvor hatte die Gemeinde gemeinsam mit dem Planungsbüro Springer zehn Potenzialflächen herausgearbeitet, auf denen sich die Gemeindevertretung neuen Wohnraum vorstellen könnte. Letztlich scheiterten die Fleckebyer Flächen an der B76 an natur- und umweltschutzrechtlichen Bedenken. Dabei hatte die Gemeinde gerade durch eine dortige Bebauung erhofft, dass die beiden Ortsteile verbunden werden könnten. Einer Bebauung in Götheby hatte man daher eigentlich kritisch gegenüber gestanden. Letztlich stimmte der Bauausschuss dafür, die Bebauungsmöglichkeiten der Fläche östlich der Krogkoppel zu überprüfen. Vorteil sei es hier auch, dass eine Erschließung wohl über den Möhlhorster Weg als auch die Kreisstraße möglich sei.

Dabei war es vor allem der CDU-Fraktion wichtig, dass diese Vorgehensweise nicht zwingend eine Bebauung mit sich bringe. Dr. Rolf Wenzel hatte eingangs der Beratung betont, dass sich die Fleckebyer Union in den nächsten Jahren kein weiteres Baugebiet vorstellen könne. Man befürchtet, dass sich Götheby zur Schlafsiedlung entwickeln könne, es fehle dort die Infrastruktur. Vielmehr müsse es darum gehen, die Kreisstraße als Hindernis zwischen Götheby und Fleckeby zu entschärfen. Zu dem entstehe in den nächsten Jahren im Ortskern Leerstand, der genutzt werden könne. Auf ein weiteres Baugebiet ganz zu verzichten, empfahl die SSW-Fraktion. Keine dichte, sondern eine aufgelockerte Bebauung favorisiert die Wählergemeinschaft. Fehler aus vorangegangenen Baugebieten, sollten sich nicht wiederholen, so Frank Künemund. Damals seien die Interessen der Bürger nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Bürgermeisterin Ursula Schwarzer (SPD) berichtete, dass sie nahezu wöchentlich Anfragen von Bürgern aus der Gemeinde erhalte, die Bauplätze suchten. „Der Bedarf ist da“, sagte sie. Sie empfahl zudem, über alternative Wohnformen, beispielsweise generationsübergreifendes Wohnen, nachzudenken.

Weitere Themen:

Das Dachgeschoss des Bürger- und Sportzentrums soll ausgebaut werden. Zunächst werde aber geklärt, welche Fördermöglichkeiten es dafür gibt.

Die Fläche am Grillplatz ist nach Regenfällen oftmals durchnässt. Da es aber nur mit sehr aufwendigen Drainagearbeiten möglich wäre, diese trocken zu legen, hat sich der Bauausschuss dagegen ausgesprochen.
Für die weitere Umgestaltung des Vorplatzes beim Bürgerzentrum und die damit verbundene Pflasterung eines Weges zum Sportplatz sind rund 14 500 Euro im Haushalt eingeplant.

Quelle: www.shz.de, Eckernförder Zeitung vom 08.04.2017, ame

Letzte Änderung am Mittwoch, 12 April 2017 06:36
Gelesen 1803 mal
Artikel bewerten
(1 Stimme)

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Stefan Freitag, 21 April 2017 15:28 gepostet von Stefan

    Danke für die Info.
    Ich stimme der Wählergemeinschaft da voll zu. Ebenso wie dem verbinden der beiden Gemeinden. Deswegen finde ich es schade, dass wieder ein Baugebiet am Möhlhorster Weg geplant ist.

    Melden

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit Stern * zu füllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.